Mediation mit Stellvertretung

Mediation mit Stellvertretung

Konflikte klären unter Abwesenheit der zweiten Streitpartei

Viele Konflikte bleiben ungelöst, weil sich eine Partei verweigert

In der Praxis gibt es viele Fälle, bei denen Konflikte ungelöst bleiben, weil

  • eine Konfliktpartei die Beteiligung an der Konfliktlösung verweigert
  • die zweite Konfliktpartei für ein persönliches Gespräch aufgrund räumlicher Entfernung nicht zur Verfügung steht
  • die Konfliktpartei schwer erkrankt ist und eine Konfrontation unmöglich ist
  • die Konfliktpartei bereits verstorben ist und
  • es Ängste gibt, der Streitpartei persönlich gegenüberzutreten.

Das hat zur Folge, dass eine der Streitparteien verstört, verletzt und mit vielen offenen Fragen zurückbleibt. Die Mediation mit Stellvertretung bietet hier einen Ausweg an.

Die Anwendungsbereiche der Mediation mit Stellvertretung

MEDIATION MIT STELLVERTRETUNG BEI BERUFLICHEN KONFLIKTEN

Im betrieblichen Umfeld ist die Mediation mit Stellvertretung empfehlenswert, wenn Betroffene aufgrund eines großen Machtgefälles Angst davor haben, die direkte Konfrontation mit der Streitpartei zu suchen. Hier kann die Stellvertretermediation zu einem besseren Verständnis beitragen und Kraft dafür geben, zu einem späteren Zeitpunkt das direkte Gespräch zu suchen oder Mut zu schöpfen, die Situation für sich selbst zu verändern.

MEDIATION MIT STELLVERTRETUNG BEI PRIVATEN KONFLIKTEN

Ein unerwarteter Kontaktabbruch, mit den Folgen einer „Funkstille“, das heutzutage „Ghosting“ genannt wird, kommt immer häufiger vor. Menschen verschwinden ohne Erklärung aus gerade noch nahen Beziehungen. Damit Sie als Betroffene dennoch eine Möglichkeit haben, den Konflikt für sich zu lösen und somit alte Wunden zu heilen, gibt es die Möglichkeit der Mediation mit Stellvertretung. Es handelt sich hierbei um eine Form der dynamischen Aufstellung in der permanent Botschaften ausgetauscht werden.

Der Ablauf der Mediation mit Stellvertretung

In der Mediationssitzung wird mit zwei Mediatoren gearbeitet. Einer der beiden Mediatoren übernimmt für die Zeit der Mediation die Rolle der abwesenden Konfliktpartei. Der zweite Mediator führt durch den Prozess. Der Mediator „in Stellvertretung“ präsentiert die real existierende, mitfühlende Seite der abwesenden Konfliktpartei, die lange nicht mehr gesehen wurde oder die derjenige nicht zeigen konnte. Diese Zugewandtheit hilft der anwesenden Partei, sich und die abwesende Konfliktpartei besser zu verstehen.

Wenn Sie an weitergehenden Informationen zur Mediation mit Stellvertretung interessiert sind, dann lesen Sie bitte auch meinen ausführlichen Blog-Beitrag Konflikte klären unter Abwesenheit der zweiten Konfliktpartei.